A 2762 Hülftenschanze



Koordinaten: 621 100 / 263 160

 

Typ: zweigeschossiger Infanteriebunker mit 3 Feuerlinien

 

Beschreibung:

Der Infanterie-Bunker ist Teil der Sperrstelle Hülften, welche während des Zweiten Weltkrieges und im Kalten Krieg von nationaler Bedeutung war. Als Hauptbunker zusammen mit zwei Gegenwerken bildete er das Rückgrat der Sperrstelle Hülften, welche insgesamt rund 62 Bunker, Unterstände und Hindernisabschnitte umfasste. Der Bunker am Platz der ehemaligen Hülftenschanze wurde vom August 1938 bis November 1939 durch ein einheimisches Bauunternehmen erstellt. Die Erstausrüstung der zweigeschossigen Anlage mit Mannschaftsraum umfasste eine Infanterie-Kanone und zwei Maschinengewehre, eine Lüftungsanlage mit Gasschutzfilter, einen Wassertank sowie eine Telefonzentrale. Ab 1960 wurde das Werk mit moderneren Waffen ausgestattet und erhielt einen Tarnaufbau (Feldscheune mit Ziegeldach).

Während der Grenzbesetzung 1939/40 hatte das im Rheintal und unterem Ergolztal eingesetzte Grenz-schützen-Regiment 48 den Hauptauftrag, eine Abwehrfront auf der Linie Giebenach - Hülftenschanz - Adler bis zur Rütihard (Muttenz) zu halten.

 

Besatzung: 16 Mann

 

Bewaffnung:

  • ursprünglich: eine 4,7-cm-Infanteriekanone (Ik) 35/41 sowie zwei Maschinengewehre Mg 11
  • ab den 1960er Jahren: eine 9-cm-Panzerabwehrkanone (Pak) 50 SL sowie zwei Maschinengewehre Mg 51
Luftaufnahme der Sperrstelle Hülften vom 21. März 1953
Luftaufnahme der Sperrstelle Hülften vom 21. März 1953