Am Donnerstag, 7. Mai 2026 fand im Filmsaal der Kaserne Liestal die 21. Ordentliche Mitgliederversammlung der Infanterie-Vereinigung Baselland statt.
Nebst den üblichen Vereinsgeschäften orientierten die Verantwortlichen der historischen militärischen Anlagen, die im Rahmen einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Basellandschaft von der Infanterie-Vereinigung betreut werden, über ihre Tätigkeiten.
Art Beob Po Farnsburg
Josua Oehler konnte im vergangenen Jahr 11 Besuchergruppen mit insgesamt 82 Teilnehmern begrüssen. Die Geschichte der interessanten Anlage ist in seiner Schrift: «Farnsburg einmal anders» bestens dokumentiert.
Sperre Rümlingen
Matthias Füllemann berichtet:
Beide Anlagen bedürfen der Sanierung, wobei besonders beim Bunker Ost, der einen Tarnaufbau in Form eines «Weidestalls» aufweist, die Dachkonstruktion in einem schlechten Zustand ist. Die Arbeiten sind in Angriff genommen, beide Bunker (Ost und West) werden für die zukünftigen Besucher mit einer Beleuchtung (mittels Solarpanels) versehen.
Sperrstelle Hülften
Dölf Brodbeck gibt einen Rückblick über die Tätigkeiten der letzten vier Jahre.
Bunker Hülften ist renoviert und in einem guten Zustand.
Bunker Denkmal West. Hier ist nach Erneuerung der Aussentarnung eine Informationstafel für
die Oeffentlichkeit aufgestellt worden.
Beim Bunker Leu an der Rheinstrasse konnte dank sehr guter Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Hochbauamt die Aussenrenovation abgeschlossen werden. Die Infanterie-Vereinigung erhielt für die gesamten Anlagen eine finanzielle Zuwendung seitens Einwohner- und Bürgergemeinde Frenkendorf.
Gastvortrag
Im Anschluss an die ordentliche Mitgliederversammlung durfte die Vereinigung den Kriegsreporter Dr. Kurt Pelda – bereits zum dritten Mal – als Gastreferenten begrüssen.
Sein Vortrag zeigte auf, wie dynamisch die Entwicklung des Drohneneinsatz seit Beginn des Konflikts Ukraine/Russland verlaufen ist. Seine persönlichen Erfahrungen, die er durch Filmaufnahmen und die Reste eine abgeschossenen Russen Drohne belegen konnte, waren für alle Anwesenden mehr als eindrücklich und zeigten auf, mit welchen Bedrohungen in einem zukünftigen Konflikt gerechnet werden muss.
Die von der Vereinigung eingeladenen Gäste (Drohnen Spezialisten unserer Armee) haben die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit dem Referenten rege genutzt.
Der Abend schloss mit dem üblichen kameradschaftlichen Beisammensein im Restaurant Kaserne. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Sponsoren des Referats (J.R. Gunzenhauser) seitens des Referenten eine Gedenkfahne der Ukraine überreicht.
Am Donnerstag, 24. April 2025 fand in der Kaserne Liestal die ordentliche 20. Mitgliederversammlung der Infanterie Vereinigung Baselland statt.
Verbunden wurde die Versammlung mit einer in würdigem Rahmen begangenen Jubiläumsfeier.
Anlässlich der Mitgliederversammlung wurde unser Gründungs- und Vorstandsmitglied Franz M. Degen für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Franz tritt nach 20 Jahren aus dem Vorstand zurück.
Grussbotschaften zum Jubiläum der Vereinigung wurden persönlich vom Stv Kdt Ter Div 2, Brigadier Oliver Müller und vom «Hausherren» Oberst i Gst Patrick Reiniger überbracht.
Als Referent für die Jubiläumsfeier konnte Oberst Reto Schaffner, Stabschef und Leiter Weiterentwicklung im Kommando KAMIR (Kommando für Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung), gewonnen werden, der unter der Bezeichnung «Die Kampfmittelabwehr- ein Politikum in positivem Kontext», einen Eindruck über die komplexen Herausforderungen mit denen sich dieser Verband, auch im Ausland, zu befassen hat, vermitteln konnte.
Für weitere Details verweisen wir auf die beiden in der Presseschau
aufgeschalteten Artikel der Oberbaselbieter Zeitung und der Volksstimme.
Am Vormittag stand der Besuch des "Musée des Troupes jurassiennes" in Saint-Imier auf dem Programm. Oberst aD Walter von Känel, ehem. Kommandant der bern-jurassischen Regimenter 46 und 9 sowie langjähriger Präsident der renommierten Uhrenfabrik Longines führte uns kompetent durch das Museum und in die Militärgeschichte der südjurassischen Truppen ein.
Ein Besuch des Geländes "Kilometer 0" in der französischen Gemeinde Pfetterhouse (dt. Pfetterhausen) ist sehr empfehlenswert. Hier standen sich im Ersten Weltkrieg vier Jahre lang Truppen der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs gegenüber, da hier die Kriegsfront zwischen Deutschland und Frankreich, die bis an die belgische Küste reichte, begann. Bekanntlich gehörte das Elsass seit dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 bis zum Ersten Weltkrieg zu Deutschland, weshalb die Kriegsfront hier an der Schweizer Grenze endete (und nicht wie seither am Dreiländereck im Rheinhafen von Basel).
Unser Vereinsmitglied Johannes Rudolf Gunzenhauser (dr JR –‘tschiaar’) führte uns mit grossem Sachwissen über dieses Gelände voller Bunker, Beobachtungsposten und Schützengräben.
10. Juni 2022: Der Vorstand folgt der Einladung des Kommandanten der Territorialdivision 2 (Divisionär Daniel Keller) zur Teilnahme als Gäste an seinem Divisionsrapport in Walenstadt (vormittags). Am Nachmittag Besuch des zur Ter Div 2 gehörenden Basler Inf Bat 97 auf dem Gefechtsschiessplatz Walenstadt.
Vereinsausflug bzw. Truppenbesuch am 22. September 2021 beim Inf Bat 56 (Kdt: Maj i Gst Mathias Maurer), im Beisein von Div Daniel Keller, Kdt Ter Div 2
Das Infanteriebataillon 56, welches die Nummer des alten Mech Füs Bat 56 – dem sogenannten Oberwynentaler "Stumpenbataillon" – weiterführt, ist eines von vier Infanteriebataillonen der Territorialdivision 2. Das Inf Bat 56 hat rund 850 Angehörige, wovon ca. zwei Drittel aus dem Aargau stammen.
Stumpenbataillon wird es deswegen genannt, weil im Wynatal Tabak angepflanzt wird und sich dort die Zigarrenfabrik Villiger & Söhne AG befindet (Fotos: Otto Graf und Josua Oehler).
Eine Delegation des Vorstandes (von links: Josua Oehler, Hans Moritz, Dölf Brodbeck und Ernst Bader) anlässlich des Besuchs bei Vereinsmitglied Max Frey in Reigoldswil am 27.06.2020.
Max präsentierte den Delegationen von Bunkervereinen im Baselbiet seinen "Mobilen Übungsbunker Pak. 50 auf Pivotlafette", den er, als Abbruchobjekt bei einem Bauernhof im Emmental zufällig entdeckt, in unzählbaren Arbeitsstunden wieder ordonnanztauglich gemacht hat. Die Schweizer Armee hatte davon 1985 zehn Exemplare herstellen lassen (je zehn für die Pak 50 und zehn für die Festungs Mg). Mit ihnen, als Anhänger eines Zugfahrzeuges, wurde auf Schiessplätze gefahren, damit die Bunkerbesatzungen dort ihr Waffentraining "im scharfen Schuss" absolvieren konnten, was in ihren Festungen ja nicht möglich war.
Besuch auf dem Waffenplatz Walenstadt (Inf Bat 11) am 20. November 2018
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